Seit Anfang an wird die Vortragsreihe von Daniela Feix vom IFWB/Marketing organisatorisch betreut. Wir haben mit ihr darüber gesprochen.
Inline: Wie ist die Idee für den Klinikdialog entstanden und wie hat sich die Veranstaltung im Laufe der Jahre entwickelt?
Daniela Feix: Der ehemalige Geschäftsführer Prof. Dr. Jörg Martin wollte unsere Fachabteilungen der Bevölkerung präsentieren. Zunächst mussten wir uns aber immer mit dem Arzt-Patienten-Forum abstimmen, das ist die Veranstaltungsreihe der Kreisärzteschaft, die in Göppingen etabliert war und ist. Die Themen sollten ja nicht konkurrieren. Das hat sich aber im Lauf der Zeit gut eingespielt. Mittlerweile haben wir auch einige Kooperationen mit den Volkshochschulen im Kreis und sind nun mit bestimmten Themen direkt vor Ort. Dies wird sehr gut angenommen, bedeutet es doch kurze Wege für die Besucher.
Was sind die Hauptziele des Klinikdialogs?
Ziel ist es, der interessierten Bevölkerung unsere Fachexpertise vorzustellen und ihnen die Möglichkeit zu geben, im Anschluss an die Vorträge mit den Ärzten und Ärztinnen ins persönliche Gespräch zu kommen. Viele Besucher nutzen diese Chance, um mit den Experten ihre persönliche Krankheitsgeschichte zu besprechen. Dieser Austausch hat von Anfang an gut geklappt. Es werden immer sehr vielen Fragen beantwortet. Manchmal muss ich damit drohen, das Licht auszuschalten, sonst würden die Besucher gar nicht gehen.
Wie viel KlinikDialoge gab es in diesen 15 Jahren?
Es waren genau 110 KlinikDialoge. Bis zum Jahr 2019 wurden auch in der Helfenstein-Klinik etwa zwei bis drei Mal im Jahr KlinikDialoge veranstaltet.
Wie hat sich die Teilnehmerzahl im Laufe der Jahre entwickelt …
Das hängt ganz vom Thema ab. Wir hatten schon Veranstaltungen mit nur zehn Teilnehmern, aber auch schon Termine mit knapp 200 Zuhörern.
… und wie die Themenauswahl?
Im Laufe der Jahre wurden zunehmend die „Volkskrankheiten“ angesprochen, also etwa Rücken, Arthrose, Darm, Niere, Bluthochdruck oder Herz. Diese „Krankheiten“ haben viele Menschen ab 60+ und man kann sich gut miteinander austauschen. Aber auch das Thema Krebs hat sich in den vergangenen Jahren mit einer wachsenden Besucherzahl gut entwickelt. Vor zehn Jahren wären bei diesem Thema vielleicht 15 Teilnehmer gekommen, durch Social Media ist das kein Tabuthema mehr.
Gab es auch Herausforderungen oder Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Klinikdialog?
Der KlinikDialog wurde in den ersten Jahren im Hörsaal abgehalten. Als dann aber die Besucherzahl auf über hundert anstieg, und gelegentlich Besucher abgewiesen werden mussten, planten wir die Veranstaltung in den Speisesaal um. Dazu benötigen wir aber immer das Team der Technik und der Anlagenpflege, um die Tonanlage und die Bestuhlung aufzubauen.
Alles in allem ist der KlinikDialog aber eine Erfolgsgeschichte?
Auf jeden Fall. Einige Ärztinnen und Ärzte haben inzwischen sogar eine richtige Fangemeinde, die treu zu den Vorträgen kommt.

