Newsletter für die Kreisärzteschaft

Magenkrebszentrum des ALB FILS KLINIKUMS erhält Zertifikat

Das Magenkrebszentrum des ALB FILS KLINIKUMS war im Frühjahr dieses Jahres durch die Zertifizierungsgesellschaft OnkoZert auditiert worden. Nun hat es das entsprechende Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) erhalten. Es ist erst das vierte Magenkrebszentrum in Baden-Württemberg, das diese Auszeichnung erreicht hat.

(v.l.) Dr. med. Daniel Wegener, Chefarzt der Klinik für Radioonkologie, Prof. Dr. med. Martin Bommer, Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Infektionskrankheiten und Palliativmedizin, Simone Herzer, Zentrumskoordinatorin Onkologisches Zentrum, Prof. Dr. med. Stefan Riedl, M.Sc., Geschäftsführender Chefarzt der Klinik für Allgemeinchirurgie Schwerpunkt Allgemein- und Viszeralchirurgie, Prof. Dr. med. Matthias Hahn, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Dr. med. Klaus Metter, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie; Foto: ALB FILS KLINIKUM

Im Viszeralonkologischen Zentrum des ALB FILS KLINIKUMS dreht sich alles um Tumorerkrankungen im Bauchraum. Entsprechend der Vielzahl der dort versammelten Organe wird die Viszeralonkologie in verschiedene Tumorentitäten geteilt, wie Darm, Bauchspeicheldrüse (Pankreas) und Magen.

Zertifizierungen der Organzentren: Erfolge und Entwicklung

Auch am ALB FILS KLINIKUM bestehen seit längerem entsprechende Organzentren – wobei das Darmkrebszentrum (seit 2010) und das Pankreaskarzinomzentrum (seit 2011) bereits seit einigen Jahren zertifiziert sind. Dies hat nun, nach dem Audit im Frühjahr, auch das Magenkrebszentrum geschafft. „Diese erfolgreiche Zertifizierung ist eine tolle Sache, die einmal mehr die enorme Leistungsfähigkeit unserer Viszeralonkologie unter Beweis stellt“, hebt Dr. Ingo Hüttner, Medizinischer Geschäftsführer des ALB FILS KLINIKUMS, hervor und ergänzt: „Dass wir zudem erst das vierte Haus in Baden-Württemberg sind, das diese DKG-Zertifizierung erreicht hat, ist das i-Tüpfelchen auf diesem Erfolg. Ich danke dem ganzen Team für sein großes Engagement.“ Mit der Zertifizierung ist das Viszeralonkologische Zentrum des ALB FILS KLINIKUMS eines von nur 60 in ganz Deutschland, dass diese Fachexpertise und hohe Behandlungsqualität bietet.

Qualitätsprüfung durch OnkoZert: Die Audits im Frühjahr

Die Auditoren der Zertifizierungsgesellschaft OnkoZert hatten im Frühjahr die Klinik am Eichert besucht. Während für das Darmkrebs- und das Pankreaskarzinomzentrum die Überwachungsaudits anstanden, ging es beim Magenkrebszentrum um die Erstzertifizierung. „Wir haben uns entsprechend intensiv auf dieses Audit vorbereitet,“ sagt Professor Dr. Stefan Riedl, Zentrumsleiter und Chefarzt des Allgemeinchirurgischen Zentrums des ALB FILS KLINIKUMS. „Das hat dazu geführt, dass wir das Audit mit Erfolg durchlaufen haben und die Auditoren in ihrem Bericht uneingeschränkt die Zertifizierung unseres Magenkrebszentrums empfohlen haben.“ Auf diese Empfehlung hin hat nun der Zertifikatsausschuss der Deutschen Krebsgesellschaft das Zertifikat erteilt. Es hat eine Gültigkeit von drei Jahren und wird jährlich im Rahmen von Überwachungsaudits überprüft.

Anforderungen für die Zertifizierung: Fallzahlen und Kooperationsnetzwerk

Für die Zulassung zur Zertifizierung ist unter anderem eine Mindestanzahl an Fällen nachzuweisen. So muss ein Magenkrebszentrum jährlich mindestens 30 Patienten mit der Primärdiagnose eines Adenokarzinoms des Magens (Adenokarzinom = bösartige Neubildung, deren Ursprung Drüsengewebe ist) behandeln, mindestens 20 operative Resektionen müssen pro Jahr durchgeführt werden. 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit und zusätzliche Voraussetzungen

Weitere Voraussetzungen sind beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Eingriffen pro Operateur und der Einschluss von Patienten in wissenschaftliche Studien. Mindestens einmal pro Woche muss zudem eine Tumorkonferenz stattfinden, in der neben der Viszeralchirurgie auch Gastroenterologie, Strahlentherapie, Hämatologie/Onkologie, Pathologie und Radiologie vertreten sein müssen. Auch sind eine ganze Reihe von Kooperationspartnern nachzuweisen, etwa in den Bereichen Psychoonkologie und Ernährungsberatung. Außerdem besteht eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Endoskopikern des Landkreises Göppingen. „Durch die bereits erfolgte Zertifizierung der Entitäten Darm und Pankreas ist das bei uns geübte Praxis, die wir nun auf das Magenkrebszentrum ausgeweitet haben,“ so Zentrumsleiter Professor Riedl.