Aktualisierte Kostenprognose zum Klinikneubau und LERN.PUNKT

Projektsteuerung kalkuliert mit Mehrkosten von 5 bis 10 Millionen Euro – Prüfung von Regressansprüchen läuft

Die Projektsteuerung der Klinik-Bauprojekte hat eine aktualisierte Kostenprognose zum Klinikneubau und LERN.PUNKT (bisher Bildungszentrum genannt) erstellt. Hierüber wurden der Aufsichtsrat und der Beirat des ALB FILS KLINIKUMS informiert. In der Betrachtung wurden mehrere Szenarien hochgerechnet, so dass die Projektsteuerung derzeit im Real Case von einer Kostensteigerung mit einer Spanne von 5 bis 10 Millionen Euro über der bisherigen Prognose von 500 Millionen Euro ausgeht. Bei elementaren Gewerken liegen die Schlussrechnungen noch nicht vor, sodass die Bezifferung der Gesamtkosten noch nicht vollumfänglich möglich ist und mit einer möglichen Spanne kalkuliert wird. Die ebenfalls aktualisierte derzeitige Finanzierungsprognose sieht eine Kostendeckung von 6 Millionen Euro über der bisherigen Annahme vor. Weitere Kostenmehrungen würden zu einer zusätzlichen Belastung des ALB FILS KLINIKUMS und schlussendlich des Landkreises führen. Im Worst Case wird mit Mehrkosten von 12 bis 20 Millionen Euro kalkuliert. In den zuständigen Gremien wurde diese jüngste Kostenmehrung intensiv beraten.

Wolfgang Schmid, Kaufmännischer Geschäftsführer des ALB FILS KLINIKUMS, kommentiert die Entwicklung: „Die Kostenmehrung ist generell, aber insbesondere zum jetzigen Zeitpunkt sehr ärgerlich.“ Schmid betont jedoch, dass das Klinikum aktiv gegensteuere: „Schon bislang machen wir Ansprüche aus Planungsfehlern und diversen Schäden während der Errichtung des Klinikneubaus gegenüber der Bauversicherung geltend. Weitere Ansprüche gegenüber Auftragnehmern, die zu einer Entlastung der Prognose führen können, werden mit juristischer Unterstützung verfolgt. Diese Effekte sind aktuell noch nicht absehbar. Die juristischen Vorgänge werden sich sicher noch über mehrere Jahre hinziehen.“

Die Kostenmehrung beim Bau des LERN.PUNKTS ist durch Mehraufwände beim Hochbau entstanden und der technischen Gebäudeausrüstung sowie durch Verzögerungen im Bauablauf. Für den Neubau resultieren die Mehrkosten primär aus nachträglichen Massenmehrungen sowie nach Umzug festgestellten, notwendigen Ergänzungen in verschiedenen technischen Gewerken. Ergänzend wurden zusätzliche Maßnahmen am Trinkwassernetz notwendig, um die hohen Qualitätsstandards des Klinikbetriebs zu erfüllen.