Am 1. März 2026 findet erneut der deutschlandweite „Tag der Hand“ statt – eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH). Ziel des Aktionstags ist es, auf die zentrale Bedeutung gesunder Hände im Alltag aufmerksam zu machen, über häufige Erkrankungen zu informieren und moderne Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. In diesem Jahr steht die Dupuytrensche Erkrankung im Fokus.
Bei der Dupuytrenschen Erkrankung handelt es sich um eine gutartige, aber fortschreitende Veränderung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Dabei kommt es zu knotigen Verhärtungen und Strangbildungen, die im Verlauf dazu führen können, dass sich einzelne Finger – meist Ring- und Kleinfinger – nicht mehr vollständig strecken lassen. Die Erkrankung entwickelt sich oft schleichend und bleibt in frühen Stadien lange unbemerkt.
„Viele Betroffene nehmen erste Veränderungen wie kleine Knoten oder ein Spannungsgefühl in der Hand nicht ernst oder schieben sie auf Überlastung“, erklärt Dr. Andrea Tandara, Leiterin der Sektion Handchirurgie am ALB FILS KLINIKUM. „Dabei ist eine frühe fachärztliche Abklärung wichtig, um den Verlauf richtig einzuschätzen und den optimalen Zeitpunkt für eine Behandlung nicht zu verpassen.“
Die Ursachen der Dupuytrenschen Erkrankung sind nicht abschließend geklärt. Neben einer genetischen Veranlagung spielen Faktoren wie höheres Lebensalter, männliches Geschlecht, Diabetes mellitus oder Nikotinkonsum eine Rolle. Nicht jede Veränderung muss sofort behandelt werden – entscheidend sind das Fortschreiten der Erkrankung und die funktionellen Einschränkungen im Alltag.
Je nach Stadium stehen unterschiedliche Therapieoptionen zur Verfügung: von der Beobachtung über minimalinvasive Verfahren bis hin zu operativen Eingriffen. „Ziel jeder Behandlung ist es, die Beweglichkeit der Hand zu erhalten oder wiederherzustellen und den Patientinnen und Patienten ihre Selbstständigkeit im Alltag zurückzugeben“, so Dr. Tandara.
Handchirurgie ist ein hochspezialisiertes Fachgebiet, in dem es bundesweit nur vergleichsweise wenige spezialisierte Fachärztinnen und Fachärzte gibt. Umso bedeutender ist die regionale Versorgung. „Dass wir im Landkreis Göppingen mit einer spezialisierten Sektion Handchirurgie so gut aufgestellt sind, ist keineswegs selbstverständlich“, betont Professor Dr. René Schmidt, Chefarzt des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums (OUZ) am ALB FILS KLINIKUM. „Unsere Patientinnen und Patienten profitieren davon, dass Diagnostik, Beratung und operative Versorgung hier vor Ort auf hohem fachlichem Niveau erfolgen können.“
Am ALB FILS KLINIKUM werden jährlich mehrere hundert handchirurgische Eingriffe durchgeführt. Die enge Verzahnung mit Unfallchirurgie, Orthopädie und moderner Rehabilitation ermöglicht eine umfassende und individuell abgestimmte Behandlung.
Der „Tag der Hand“ soll Betroffene ermutigen, frühzeitig ärztlichen Rat einzuholen und sich über ihre Erkrankung zu informieren. Denn gut funktionierende Hände sind eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Selbstständigkeit und Teilhabe am täglichen Leben.
Über die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH):
Die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie ist ein Fachverband, der sich der Förderung der Handchirurgie und der Aufklärung über Handgesundheit widmet. Mit jährlichen Aktionen und Veranstaltungen, wie dem „Tag der Hand“, setzt sich die DGH für eine breite Bewusstseinsbildung und die Verbesserung der Patientenversorgung ein.