Infektionswelle und hohe Belegung sorgen für Wartezeiten in der Notaufnahme

Das ALB FILS KLINIKUM verzeichnet einen turbulenten Start in das neue Jahr. Die derzeitige Infektionswelle bei Patienten und Mitarbeitenden sowie die über die Feiertage eingeschränkte Verfügbarkeit der hausärztlichen Versorgung führen zu einer starken Inanspruchnahme des Klinikums.

Seit Tagen sind die internistischen Stationen sowie die Wahlleistungsstation und das Zentrum für Intensivmedizin nahezu vollbelegt. Aufgrund der hohen Belegung der Stationen kommt es derzeit zu einem deutlichen Rückstau bei der Patientenverlegung aus der Zentralen Notaufnahme auf die Stationsbereiche. Der Isolationsbedarf von infektiösen Patienten sorgt ebenfalls für eine zusätzliche Verknappung der Kapazitäten, die dazu führt, dass aktuell rund 50 internistische Patienten auf chirurgische Stationen ausgelagert werden mussten.

In einer fachübergreifenden Lagebesprechung am Montagmorgen hat die Klinikleitung, gemeinsam mit Chef- und Oberärzten sowie der Pflegeleitung und Leitung der Zentralen Notaufnahme, weitreichende Maßnahmen beschlossen, um die Patientenversorgung weiterhin zuverlässig zu gewährleisten. Planbare stationäre Aufnahmen sowie ambulante Sprechstundentermine in der ersten Januarwoche werden kritisch geprüft und auf ein notwendiges Minimum reduziert. Der Fokus des Klinikums liegt in diesen Tagen primär auf der Versorgung der stationären Patienten, diagnostische und therapeutische Kapazitäten werden hierauf konzentriert. Spezialisierte Stationsbereiche wie die Decision Unit werden vorübergehend zur Kapazitätserweiterung als reguläre Stationsbereiche genutzt, um Patienten schneller aus der Notaufnahme übernehmen zu können. Außerdem wird in dieser Woche die Kurzzeitpflege in Geislingen verstärkt mit geeigneten Patienten belegt.

„Wir erleben derzeit eine sehr intensive und dynamische Phase und danken allen Mitarbeitenden für die außerordentlich zuverlässige Zusammenarbeit unter diesen erschwerten Bedingungen“, erklärt Dr. med. Ingo Hüttner, Medizinischer Geschäftsführer des ALB FILS KLINIKUMS. „Das Klinikum beobachtet die Lage kontinuierlich und wird in täglichen Kapazitätsbesprechungen über weitere Schritte und erweiterten Personaleinsatz entscheiden.“
Patienten, die die Zentrale Notaufnahme aufsuchen möchten, werden gebeten, sich in dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Fällen zuerst an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 zu wenden.

Eine merkliche Verbesserung der Lage ist auch witterungsbedingt vorerst nicht in Sicht.