
Das Knie ist unser größtes Gelenk. Es verbindet den Oberschenkelknochen, die Kniescheibe und das Schienbein miteinander. Aufstehen und Hinsetzen, Laufen und Springen, Beugen und Strecken des Beins wären ohne das Kniegelenk nur schwer möglich. Um seine Funktion erfüllen zu können, muss es stabil und gleichzeitig beweglich sein. Für Stabilität sorgt ein komplexer Apparat aus Muskeln, Sehnen, Bändern und Knorpeln.
Wenn die Funktionalität des eigenen Kniegelenks dauerhaft gestört oder die Beweglichkeit durch starke Schmerzen eingeschränkt ist und konservative Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr erfolgversprechend sind, wird das Kniegelenk durch ein künstliches Gelenk ersetzt, auch Knie-Totalendoprothese (KTEP) genannt.
Entscheidung und Vorbereitung
Wenn konservative Therapien (Physiotherapie, Medikamente, Spritzen) Ihre Schmerzen nicht mehr ausreichend lindern und Ihre Lebensqualität im Alltag massiv eingeschränkt ist, sollte eine Endoprothese in Betracht gezogen werden. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam nach einer gründlichen Untersuchung und Bildgebung.
- Gesundheitscheck: Klären Sie mit Ihrem Hausarzt, ob Vorerkrankungen (z. B. Diabetes, Bluthochdruck) optimal eingestellt sind.
- Zahnarzt: Lassen Sie Entzündungen im Mundraum ausschließen, um das Infektionsrisiko zu minimieren.
- Häusliches Umfeld: Entfernen Sie Stolperfallen (Teppiche) und organisieren Sie ggf. Hilfe für die erste Zeit nach der Entlassung.
Neben Ihren persönlichen Sachen benötigen Sie alle aktuellen Medikamentenpläne, Vorbefunde und – falls vorhanden – Ihren Allergie- oder Röntgenpass.
Der chirurgische Eingriff
Wir setzen am ALB FILS Klinikum auf minimalinvasive Techniken. Das bedeutet: Wir schonen Muskeln und Weichteile so weit wie möglich, was zu weniger Schmerzen und einer schnelleren Genesung führt.
Eine Standard-OP dauert in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten. Sie haben die Wahl zwischen einer Vollnarkose oder einer Regionalanästhesie (Rückenmarksnahe Betäubung), bei der Sie wach bleiben oder einen "Dämmerschlaf" erhalten.
Ja. Wenn nur ein Teil des Knies (meist die Innenseite) abgenutzt ist, nutzen wir eine Schlittenprothese (Teilersatz). Ist das gesamte Gelenk betroffen, kommt eine Totalendoprothese (TEP) zum Einsatz. Wir entscheiden dies individuell nach dem Grad Ihrer Arthrose.
Dank modernster Materialien (Keramik, hochvernetztes Polyethylen, Titan) halten heutige Implantate bei normaler Belastung in der Regel 15 bis 25 Jahre.
Wir nutzen bei Bedarf computergestützte Planungsverfahren. Damit können wir die Prothese bereits vor dem ersten Schnitt virtuell perfekt an Ihre Anatomie anpassen, um die natürliche Achsausrichtung Ihres Beines wiederherzustellen.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Klinik ist der Prothesenwechsel. Sollte eine alte Prothese locker sein oder Beschwerden verursachen, verfügen wir über die Expertise und speziellen Revisionsimplantate, um auch komplexe Wechseloperationen sicher durchzuführen.
Sicherheit und Qualität
Diese Auszeichnung garantiert Ihnen höchste Qualitätsstandards. Wir müssen jährlich nachweisen, dass wir eine hohe Anzahl an Operationen erfolgreich durchführen, über modernste Technik verfügen und die Patientensicherheit (z. B. Infektionsschutz) oberste Priorität hat.
Keine Operation ist ohne Risiko. Zu den seltenen Komplikationen gehören Infektionen, Thrombosen oder Lockerungen. Durch unsere standardisierten Prophylaxe-Maßnahmen und die jahrelange Erfahrung unseres Teams minimieren wir diese Risiken jedoch auf ein Minimum.
Nach der OP
Nach einer Knie-OP neigt das Gelenk zur Versteifung. Die motorisierte Bewegungsschiene bewegt Ihr Bein passiv und kontrolliert. Dies fördert die Durchblutung, baut Schwellungen ab und stellt sicher, dass Sie schnell wieder den nötigen Beugewinkel erreichen.
In der Regel mobilisieren wir Sie bereits am Tag der Operation oder spätestens am ersten Tag danach. Bewegung ist der beste Schutz gegen Komplikationen.
Unser Ziel ist es, dass Sie so schnell wie möglich wieder "auf die Beine" kommen. Das Konzept beinhaltet:
- Optimierte Schmerztherapie: Weniger Nebenwirkungen, mehr Beweglichkeit.
- Früh-Mobilisation: Aufstehen meist noch am OP-Tag.
- Eigenverantwortung: Wir schulen Sie aktiv darin, wie Sie Ihr neues Gelenk im Alltag nutzen.
Der stationäre Aufenthalt dauert im Durchschnitt 5 bis 8 Tage. Sobald die Wunde gut heilt und Sie sicher an Gehstützen laufen können, erfolgt die Entlassung.
Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren sind nach circa 3 Monaten oft wieder möglich. High-Impact-Sportarten (Fußball, Tennis) sollten Sie individuell mit Ihrem Chirurgen besprechen.
Meist nach ca. 6 Wochen (sobald Sie voll belasten dürfen und keine starken Schmerzmittel mehr nehmen).
Ihr neues Kniegelenk – Infos und Tipps
Ihre Ansprechpartner

Zertifiziertes Endoprothetikzentrum
Prof. Dr. med. René Schmidt
Geschäftsführender Chefarzt des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums
Orthopäde und Unfallchirurg, Spezielle Unfallchirurgie, D-Arzt
Telefon: 07161 64-7271 oder -7272
Telefax: 07161 64-8732
infoouz@af-k.de
Chefarzt Prof. Dr. med. René Schmidt ist ausgewiesener Experte in den Bereichen Wirbelsäule und Unfallchirurgie. Er ist Co-Vorsitzender der Sektion Wirbelsäule der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirugie e.V. (DGOOC) und Schatzmeister der International Group for Advancement in Spinal Science (IGASS).
Als Gutachter ist er im Assistant Editorial Board für das European Spine Journal sowie im Advisory Board für das Spine Journal tätig, zwei der weltweit größten Wirbelsäulen-Fachzeitschriften. Er ist bei verschiedenen Leitlinien als Berater aktiv, u. a. spezifischer Kreuzschmerz, und mitverantwortlich für die Leitlinie zur konservativen, operativen und rehabilitativen Versorgung bei Bandscheibenvorfällen mit Radikulopathie.
Professor Schmidt ist Mitorganisator von zwei der renommiertesten Wirbelsäulenkursen Deutschlands, der Ulm Spine Week und des Wirbelsäulenkurses der DGOOC.
Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher nationaler und internationaler Publikationen und hat mehr als 250 geladende Vorträge und Kongressbeiträge gehalten.
Mitgliedschaften:
- Deutsche Wirbelsäulengesellschaft e.V. (DWG)
- Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V. (DGOOC)
- Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS)
- Sektion Wirbelsäulenchirurgie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie e.V.
- Deutsche Osteoonkologische Gesellschaft e.V. (DOG)
- EUROSPINE – The Spine Society of Europe
- AIOD: Association Internationale pour Lostéosynthèse Dynamique
- IGASS: International Group for the Advancement in Spinal Science
- IGASS Scientific Board
- NASS: North American Spine Society
- AOSpine
- Generalisten der Chirurgie e.V.
- Verband leitender Orthopäden und Unfallchirurgen Deutschlands (VLOU)

Zentrumsleiter
Prof. Dr. med. René Schmidt
Geschäftsführender Chefarzt des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums
Orthopäde und Unfallchirurg, Spezielle Unfallchirurgie, D-Arzt
Telefon: 07161 64-7271 oder -7272
infoouz@af-k.de
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Dr. med. Andreas EllingerZentrumskoordinator
Sektionsleiter Knie-Endoprothetik -
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Patricia Lange
Telefon: 07161 64-7271
Irina Prokopalov
Telefon: 07161 64-7272
Julia Jan-Gribovski
Telefon: 07161 64-7274
Kerstin Mayer
Telefon: 07161 64-7275
Telefax: 07161 64-8732
Arthrose, TEP-Kontrolle, Wechselendoprothetik: montags und freitags, nach vorheriger Terminvereinbarung
Terminvereinbarung:
Ambulanz des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums
Eichertstraße 3
73035 Göppingen
Bitte um Terminvereinbarung unter Telefon 07161 64-7276
Wir sind montags bis donnerstags von 8:30 bis 15 Uhr sowie freitags von 8:30 bis 13 Uhr telefonisch für Sie erreichbar.
infoouz@af-k.de
Bitte bringen Sie zur Sprechstunde einen Überweisungsschein von Ihrem behandelnden Facharzt für Chirurgie/Unfallchirurgie/Orthopädie mit.
mittwochs, 8.30 bis 16 Uhr, nach vorheriger Terminvereinbarung
Terminvereinbarung:
Sekretariat
Eybstraße 16
73312 Geislingen a.d. Steige
Bitte um telefonische Terminvereinbarung unter Telefon 07331 23-201. Wir sind montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr telefonisch für Sie erreichbar.
Bitte bringen Sie zur Sprechstunde einen Überweisungsschein von Ihrem Hausarzt oder Ihrem behandelnden Facharzt für Chirurgie/Unfallchirurgie/Orthopädie mit.

Das Endoprothetikzentrum des ALB FILS KLINIKUMS Göppingen ist zertifiziert nach den Vorgaben der Initiative EndoCert.
