Oktober ist Brustkrebsmonat

Früherkennung kann Leben retten

Göppingen, 5. Oktober 2026 – Der Oktober steht weltweit im Zeichen der Brustkrebsvorsorge. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland erkranken nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts jährlich rund 70.550 Frauen und 740 Männer neu daran. Gleichzeitig gilt: Wird Brustkrebs früh erkannt, sind die Behandlungsmöglichkeiten in vielen Fällen sehr gut. Umso wichtiger ist es, Veränderungen der Brust aufmerksam wahrzunehmen und die bestehenden Angebote zur Früherkennung zu nutzen.

„Frauen sollten ihre Brust kennen und Veränderungen ernst nehmen“, sagt Prof. Falk Thiel, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des ALB FILS KLINIKUMS. Dazu gehört auch das regelmäßige Selbstabtasten der Brust. Einmal im Monat einige Minuten innezuhalten und die eigene Brust bewusst zu untersuchen, kann dabei helfen, Veränderungen frühzeitig wahrzunehmen. Das Selbstabtasten ersetzt dabei nicht die empfohlenen ärztlichen Untersuchungen und Früherkennungsangebote, ist aber eine sinnvolle Ergänzung.

Den eigenen Körper aufmerksam wahrnehmen

Beim Selbstabtasten geht es nicht darum, gezielt nach einer Erkrankung zu suchen. Vielmehr soll ein Gefühl dafür entstehen, wie sich die eigene Brust normalerweise anfühlt. Ein neu aufgetretener Knoten, eine Einziehung der Haut oder Brustwarze, ungewöhnliche Hautveränderungen oder andere nicht erklärbare Veränderungen sollten ärztlich abgeklärt werden.

„Nicht jede Veränderung bedeutet automatisch Brustkrebs. Wichtig ist aber, Veränderungen nicht zu ignorieren, sondern sie medizinisch beurteilen zu lassen“, betont Prof. Thiel.


Neben der eigenen Aufmerksamkeit spielen die etablierten Früherkennungsuntersuchungen eine zentrale Rolle. Je nach Alter und individueller Situation stehen unterschiedliche Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung. Welche Untersuchung im Einzelfall sinnvoll ist, lässt sich am besten gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt klären.

Das Brustzentrum am ALB FILS KLINIKUM: Medizin aus einer Hand

Für Patientinnen mit einem auffälligen Befund oder einer Brustkrebserkrankung bietet das Brustzentrum am ALB FILS KLINIKUM eine umfassende Betreuung. Verschiedene medizinische Fachbereiche arbeiten dabei eng zusammen. Diagnostik, Therapie und Nachsorge werden interdisziplinär abgestimmt und an die individuelle Situation der Patientin angepasst. Für betroffene Frauen bedeutet das kurze Wege, feste Ansprechpartner und eine eng miteinander abgestimmte medizinische Versorgung. Im Mittelpunkt steht dabei stets die persönliche Situation der Patientin.
 

Auch die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten ist ein wichtiger Bestandteil der Versorgung. „Eine gute Versorgung gelingt nur gemeinsam. Der enge und vertrauensvolle Austausch mit unseren niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen ist für uns deshalb von großer Bedeutung“, sagt Prof. Thiel. Befunde, Behandlungsschritte und weitere Maßnahmen können so bestmöglich aufeinander abgestimmt werden.

Früherkennung beginnt mit Aufmerksamkeit

Der Brustkrebsmonat Oktober ist vor allem eine Erinnerung: an die eigene Gesundheit, an regelmäßige Vorsorge und daran, Veränderungen ernst zu nehmen. Das monatliche Selbstabtasten der Brust lässt sich unkompliziert in den Alltag integrieren. Zusammen mit den empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen und der ärztlichen Beratung kann es ein wichtiger Baustein für einen bewussten Umgang mit der eigenen Gesundheit sein.